Rebsorten, die du kennen solltest

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Rebsorten, die du kennen solltest

Mencía, Sousón, Merenzao: Viele unserer Weine tragen Namen, die du noch auf keinem Etikett gelesen hast. Hier stehen die 14 Rebsorten, zu denen wir eine eigene Seite haben, sortiert nach Herkunft und Charakter. Jede Kachel führt zu den Weinen.

Rebsorten mit eigener Seite
14
Weine im Shop
211
Länder
Spanien, Frankreich, Schweiz

Kapitel 1 · Der Nordwesten

Eine rote, drei weisse: der Kern Galiciens

Mencía ist die rote Traube des Nordwestens. Sie riecht nach Veilchen und Sauerkirsche und bleibt leiser, als du es von spanischem Rotwein erwartest. Am Sil wächst sie auf Schiefer, im Bierzo auf mehr Lehm.

Die drei weissen verwechselt man leicht. Albariño ist die schlanke vom Meer, mit Zitrus und Salz. Godello hat mehr Körper und einen feinen bitteren Abgang. Treixadura ist die weichste, nach Quitte und Birne, und steht oft im Verschnitt mit den beiden anderen.

Wo du anfängst: Öffne einen Albariño, einen Godello und einen Treixadura am selben Abend. Danach weisst du, welche der drei du nachkaufst.

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Kapitel 2 · Die Seltenen

Vier alte Sorten, die selten allein ins Glas kommen

Sousón, Caiño, Merenzao und Brancellao sind alte rote Sorten aus Galicien. Meistens stehen sie im Verschnitt neben Mencía und geben ihr Farbe, Säure oder Duft. Sortenrein keltern sie nur wenige.

Zwei davon sind streng. Sousón ist fast schwarz und riecht nach Brombeere und Tinte, Caiño bringt Rauch, Lakritz und viel Säure. Die anderen zwei sind feiner: Merenzao, im Jura als Trousseau bekannt, und Brancellao sind heller im Glas, mit roten Beeren und Veilchen.

Wo du anfängst: mit dem A Ponte von Guímaro, in dem Brancellao und Sousón neben Mencía stehen. Danach nimm eine der vier Flaschen unten, jede ist reinsortig.

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Warum so viele unbekannte Namen

Wenn niemand mehr Caiño oder Brancellao trinkt, verschwinden die Parzellen und mit ihnen das Wissen, wie man diese Trauben keltert.

Die Menschen dahinter

Kapitel 3 · Aus dem Osten

Bobal und Garnacha, von Requena bis Bandol

Bobal ist die Traube von Utiel-Requena, der Hochebene landeinwärts von Valencia. Sie gibt dunkle Frucht und eine kräftige Säure, oft von alten Buschreben ohne Bewässerung. Bei uns keltern sie mehrere Weingüter, jedes auf seine Art.

Garnacha kennst du vielleicht als Grenache. In Bandol steht sie in den Rosés neben Mourvèdre, im Luberon neben Syrah, und in Requena wird aus ihr Cava. Als reinen Rotwein führen wir den Pico d'Agila von Carres.

Wo du anfängst: mit dem Noria von Viña de Eufemia, vor allem Bobal, zu allem vom Grill. Und wenn es warm ist, mit einem Rosé aus Bandol.

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Kapitel 4 · Die Bekannten

Bekannte Namen, andere Herkunft

Tempranillo, Merlot, Macabeo und Chardonnay kennst du aus jedem Regal. Wir führen sie trotzdem, nur selten von dort, wo du sie erwartest. Tempranillo kommt bei uns als Tinto Fino aus der Ribera del Duero, Merlot aus dem Garraf, aus Requena, aus Bordeaux und aus dem Wallis.

Macabeo und Chardonnay trinkst du bei uns meistens mit Bläschen. Macabeo heisst in der Rioja Viura und ist in Requena die Basis der Cava. Chardonnay führen wir nur als Schaumwein, und so steht Cava aus Requena direkt neben Champagner.

Wo du anfängst: Stell die Reserva Brut von Eufemia neben den Terroir Blanc von Frézier. Dieselbe Methode, zwei ganz verschiedene Gegenden, und du entscheidest selbst.

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Häufige Fragen

Mit welcher Rebsorte fange ich an?

Wenn es weiss sein soll, mit Godello, zum Beispiel dem Sangarida Godello aus dem Bierzo für CHF 19.00. Wenn rot, mit Mencía, etwa dem Guímaro Mencía für CHF 18.00. Beide sind zugänglich und zeigen trotzdem, was den Nordwesten Spaniens ausmacht. Wer gleich etwas ganz Neues will, nimmt einen reinen Merenzao oder Caiño aus der Ribeira Sacra.

Warum führt ihr so viele Rebsorten, die kaum jemand kennt?

Weil dort die Weine entstehen, die wir selbst am liebsten trinken. Alte Sorten wie Sousón, Caiño oder Brancellao wachsen seit Generationen an ihrem Ort, und man schmeckt ihn. Bekannte Sorten führen wir auch, aber meist aus Gegenden, in denen du sie nicht erwartest: Tempranillo aus der Ribera del Duero, Merlot aus dem Wallis, Chardonnay nur als Cava und Champagner.

Ich trinke gern Pinot Noir. Welche Rebsorte passt zu mir?

Merenzao, im Jura als Trousseau bekannt, und der leichte Brancellao aus dem Ribeiro. Beide geben helle, duftige Rotweine mit feinem Tannin. Auch eine junge Mencía aus der Ribeira Sacra liegt nahe. Serviere sie eher kühl, zwischen 12 und 16 Grad. Zum Einstieg eignet sich der Risco 2019 von Algueira, reiner Merenzao für CHF 35.00.

Was unterscheidet Albariño, Godello und Treixadura?

Albariño ist die schlankste der drei, mit Zitrus, weissen Blüten und Salz, und die meisten unserer Flaschen stammen von der Küste der Rías Baixas. Godello ist breiter, mit einem feinen Bitterton, und wächst weiter im Landesinneren, am Sil und im Bierzo. Treixadura ist die Traube des Ribeiro, riecht nach Quitte und Birne und steht meistens im Verschnitt. Alle drei passen zu Fisch und Meeresfrüchten.

Welche Rebsorten eignen sich zum Lagern?

Mehr, als viele denken. Godello: den Escalada von Algueira führen wir zurück bis 2009. Mencía: den Massuria von Mas Asturias bis 2007. Merenzao: den Risco von Algueira aus 2013 und 2014. Merlot: den Caus Lubis 2006 von Can Ràfols, der erst nach 16 Jahren in der Flasche in den Verkauf kam. Stell einen jungen und einen alten Jahrgang nebeneinander.

Aus welchen Rebsorten sind eure Schaumweine?

Vor allem aus Chardonnay und Macabeo, dazu Xarel·lo, Pinot Noir und Meunier. Pago de Tharsys macht aus Garnacha Tinta einen goldenen Blanc de Noirs und Rosé-Cavas. Die meisten unserer Schaumweine kommen aus Requena, von Viña de Eufemia, Pago de Tharsys und Vera de Estenas. Aus der Champagne kommen die Flaschen der Familie Frézier.

Die nächste Entdeckung?
Kommt per Mail.

Ein paar Mal im Jahr: neue Winzer:innen, neue Flaschen und die Geschichten dahinter.

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