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Wallis · Schweiz
Oscar Hauser und Thomas Carl bewirtschaften einen Hektar in Savièse über Sion und lassen zwischen den Reben hüfthohes Gras stehen. Ihr Fendant hat 11,1 Prozent Alkohol und wird nur einmal geschwefelt, beim Abfüllen.
2 Rotweine, 1 Weisswein. Ab CHF 19.50.
Merlot
CHF 24.50
Pinot Noir
CHF 23.00
Chasselas
CHF 19.50
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Herkunft
Savièse liegt am Südhang über dem Rhonetal, oberhalb von Sion. Die Parzellen von Oscar und Tom ziehen sich die Terrassen hoch, von unten sieht man die Stadt im Talboden liegen, von oben schauen die Weinberge auf die Berge der anderen Talseite. Die Cave gibt es seit 2024, hinter der Firma steht die Carl Hauser Sàrl, die Weine laufen unter AOC Valais.
Wer im Wallis an Wein denkt, denkt an Fendant und Pinot Noir, und genau die machen die beiden auch, dazu einen Merlot.

Die Menschen
Oscar Hauser und Thomas Carl bewirtschaften einen Hektar Reben, und man sieht es an den Zahlen. Vom Fendant 2024 gibt es gut tausend Flaschen, von Pinot Noir und Merlot je hundertfünfzig.
Haltung
Auf den Fotos aus ihren Reben fällt zuerst auf, was zwischen den Zeilen wächst.
Dort steht hüfthohes Gras mit Esparsette und Storchschnabel, alles, was von selbst kommt. In diesem Gewirr sitzt auf dem einen Bild eine Smaragdeidechse zwischen altem Rebholz, auf dem anderen klettert eine Gottesanbeterin über eine frisch geerntete Traube.
Auf der Flasche steht es in einem Satz: «Respect de l'écosystème des vignes.»
Drei Weine aus Savièse
Alle drei gären spontan und kommen ungefiltert in die Flasche, geschwefelt wird nur einmal, beim Abfüllen. Jede Flasche trägt ein eigenes gemaltes Bild, und hinten steht statt einer Verkostungsnotiz eine kleine Szene.
Chasselas
CHF 19.50
Pinot Noir
CHF 23.00
Merlot
CHF 24.50
Terroir
Savièse liegt auf der Sonnenseite des Rhonetals über Sion, die Parzellen sind steil und terrassiert. Der obere Teil der Reben steht an Hängen, an denen von Hand gearbeitet werden muss, weil keine Maschine hinkommt. Zwischen den Zeilen bleibt die Begrünung stehen, gemäht statt umgebrochen.
Aktuell im Sortiment: Fendant, also Chasselas unter seinem Walliser Namen, dazu Pinot Noir und Merlot, alle Jahrgang 2024. Ein Teil der Stöcke ist alt und knorrig, auf den Fotos aus den Weissweinparzellen sieht man Stämme, die deutlich älter sind als die beiden Winzer. Für 2025 kommen ein orange vergorener Fendant, ein Viognier, eine orange Assemblage aus Pinot Gris, Johannisberg und Viognier sowie ein Syrah dazu. Der Rest liegt im Fass.
Das Wallis ist das trockenste Weinbaugebiet der Schweiz, viel Sonne, wenig Regen, kühle Nächte aus den Seitentälern. Diese Nächte sind der Grund, warum ein Fendant hier bei 11,1 Prozent stehen bleiben kann und trotzdem reif schmeckt: Die Säure bleibt erhalten, während der Zucker nicht davonläuft.
Im Keller
Alle drei Weine vergären spontan, also mit den Hefen, die auf den Trauben und im Keller sitzen. Der Fendant kommt als ganze Traube in den eigenen Saft. Pinot Noir und Merlot stehen drei Wochen auf der Maische, teils ganze Trauben, teils entrappt.
Dazu kommt, was nicht passiert: keine önologischen Hilfsmittel, keine Filtration, geschwefelt wird ein einziges Mal, beim Abfüllen. Beim Fendant liegen die Gesamtsulfite unter 30 mg pro Liter, bei den beiden Roten unter 25. Das ist ein Bruchteil dessen, was erlaubt wäre.
Das Ergebnis beim Fendant sind 11,1 Prozent Alkohol.
Jede Flasche trägt ein eigenes gemaltes Bild. Auf dem Fendant fliegen gelbe Vögel über blaue und rosa Flächen, auf einer der Roten sitzt ein Käfer auf pastelligem Grund, auf der nächsten steht eine rote Figur in gelbem Licht. Daher der Name: Kaléidoscope, bei jedem Dreh ein anderes Muster.
Auf der Rückseite steht statt einer Verkostungsnotiz eine kleine Szene. Beim Fendant diese hier: «Nach einem harten Tag in Kälte und Wind führt dich dein Überlebensinstinkt zum Kühlschrank.»
Bilder
Jede Flasche von Cave Kaléidoscope aus Savièse trägt ein eigenes gemaltes Bild. Auf dem Fendant fliegen gelbe Vögel über blaue und rosa Flächen, auf einem der Roten sitzt ein Käfer auf pastelligem Grund. Daher der Name: Kaléidoscope, bei jedem Dreh ein anderes Muster. Hinten steht statt einer Verkostungsnotiz eine Szene, beim Fendant der Weg zum Kühlschrank nach einem harten Tag in Kälte und Wind.
In Savièse, am Südhang über dem Rhonetal oberhalb von Sion. Oscar Hauser und Thomas Carl bewirtschaften dort einen Hektar Reben auf steilen Terrassen. Die Cave gibt es seit 2024, hinter der Firma steht die Carl Hauser Sàrl, die Weine laufen unter AOC Valais.
Fendant ist der Walliser Name für Chasselas, die klassische Weissweintraube der Westschweiz. Meist wird sie leicht und unauffällig ausgebaut. Bei Oscar und Tom gärt sie spontan als ganze Traube im eigenen Saft und bleibt ungefiltert. Das gibt dem Wein mehr Textur, als man der Sorte zutraut, bei nur 11,1 Prozent Alkohol. Bei uns kostet der Fendant 2024 CHF 19.50.
Im Keller arbeiten Oscar und Tom wie viele Naturwein-Winzer: spontane Gärung, keine önologischen Hilfsmittel, keine Filtration, geschwefelt wird ein einziges Mal, beim Abfüllen. Im Rebberg behandeln sie heute noch mit konventionellen Mitteln, der Betrieb stellt auf Bio um. Deshalb nennen wir die Weine nicht Naturweine.
Beim Fendant liegen die Gesamtsulfite unter 30 Milligramm pro Liter, beim Pinot Noir und beim Merlot unter 25. Geschwefelt wird ein einziges Mal, bei der Abfüllung. Der gesetzliche Höchstwert liegt um ein Vielfaches höher, und auch die meisten Weine, die als Naturwein verkauft werden, liegen darüber.
Gemacht werden beide gleich: spontan vergoren, drei Wochen auf der Maische, teils mit ganzen Trauben, teils entrappt, unfiltriert. Der Pinot Noir hat 13 Prozent Alkohol, ist fruchtig und würzig, lebendig und trotzdem weich, ein Wein für laute Tischrunden. Der Merlot hat 12,6 Prozent, viel Duft und Würze, ist rund und wird am Schluss von einer Tanninlinie zusammengehalten. Der Pinot Noir kostet CHF 23, der Merlot CHF 24.50.
Sie lassen den Boden leben. Zwischen den Zeilen wächst hüfthohes Gras mit Esparsette und Storchschnabel, gemäht statt umgebrochen. Die Parzellen sind steil und terrassiert, oben kommt keine Maschine hin, dort wird von Hand gearbeitet. Ein Teil der Stöcke ist alt und knorrig. Auf der Flasche steht der Grundsatz in einem Satz: «Respect de l'écosystème des vignes.»
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