Adegas Guímaro

Ribeira Sacra · Spanien

Adegas Guímaro

Guímaro heisst auf Galicisch Rebell, so nannte man Pedro Rodríguez' Grossvater. Pedro bewirtschaftet acht Hektar an den Steilhängen der Ribeira Sacra und hat die Winzer, die ihm Trauben liefern, zu nachhaltigerem Weinbau gebracht.

Ort
Sober, Unterzone Amandi
Region
Ribeira Sacra
Fläche
8 Hektar eigene Reben
Böden
Schiefer, Granit und Sand
Menschen
Pedro Manuel Rodríguez
Rebsorten
Mencía, Brancellao, Sousón, Caiño, Godello
Im Shop
8 Weine ab CHF 18.00
Jahrgänge
2021 bis 2023

Die Weine von Adegas Guímaro

7 Rotweine, 1 Weisswein. Ab CHF 18.00.

Gratisversand ab 12 Flaschen

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Herkunft

Zwischen Sil und Miño

Sober liegt in der Ribeira Sacra, in der Unterzone Amandi, auf den Hängen zwischen den Flüssen Sil und Miño. Die Parzellen von Guímaro liegen nicht weit auseinander und geben trotzdem sehr verschiedene Weine. Am Sil wachsen die Reben auf Schiefer mit Eisen und Quarz, am Miño auf tiefgründigem Granit. Am deutlichsten schmeckst du das an zwei Weinen, die sonst fast gleich gemacht sind: San Pedro vom Sil und Mundín vom Miño, beide 80 Prozent Mencía und 18 Monate im grossen Fuder.

Adegas Guímaro
Adegas Guímaro

Die Menschen

Pedro, der Enkel des Rebellen

Guímaro heisst auf Galicisch Rebell, so nannte man Pedros Grossvater. Über Generationen verkaufte die Familie Rodríguez ihren Wein offen, in 20-Liter-Glasballons an Wirtschaften der Gegend. 1991 bauten Pedros Eltern Manolo und Carmen den Keller in Sober aus und begannen abzufüllen, 1996 trat Guímaro der D.O. Ribeira Sacra bei. Pedro Manuel Rodríguez übernahm 2001, damals machte Guímaro vor allem junge Rotweine. 2002 begann seine Zusammenarbeit mit Raúl Pérez aus dem Bierzo. Mit ihm kamen wilde Hefen, ganze Trauben und grosse Fässer in den Keller, und aus einzelnen Parzellen wurden Lagenweine.

Haltung

Pedro bewirtschaftet acht Hektar eigene Reben und kauft Trauben von Nachbarn dazu.

Diese Winzer hat er über Jahre dazu gebracht, nachhaltiger zu arbeiten. Für seine Mencía 2023 kommen die Trauben von durchschnittlich 40 Jahre alten Reben aus mehreren Parzellen, die er nach Bodentyp getrennt vergärt und erst danach verschneidet.

Mencía in vier Stufen

Von der Mencía zu den Lagenweinen

Alle 7 Weine mit Mencía zeigen

Die Mencía 2023 kommt aus dem Stahltank, die drei Lagenweine gären in Holzbottichen, zum Teil mit ganzen Trauben. Den Meixemán kürte James Suckling 2024 zum besten Wein Spaniens.

Terroir

Lage, Reben, Klima

Lage und Böden

Schiefer, Granit und Sand, oft auf engem Raum. Am Sil Schiefer mit Eisen und Quarz, am Miño tiefgründiger Granit. Pombeiras liegt nach Süden auf Schiefer, Capeliños nach Südwesten auf Granit und Schiefer.

Reben

Rot vor allem Mencía, dazu die alten Sorten der Gegend: Brancellao, Sousón, Caiño, Merenzao, Mouratón und Garnacha Tintorera. Weiss vor allem Godello, im Blanco mit Treixadura, Albariño, Torrontés und Loureira. Die Reben für Capeliños sind fast 100 Jahre alt, die für Meixemán über 70.

Klima

Atlantisch mit kontinentalem Einfluss. Die Sommer sind warm, ohne extreme Spitzen, die Nächte kühl, und die Trauben reifen langsam.

Im Keller

Wilde Hefen, ganze Trauben, grosse Fässer

Alles gärt mit den Hefen aus dem Weinberg. Bei den Lagenweinen kommen ganze Trauben mit den Stielen in offene Holzbottiche, beim Meixemán 65 Prozent, beim Pombeiras alle, und die Maische bleibt rund 50 Tage auf den Schalen. Für den Capeliños werden die Trauben mit den Füssen gestampft. Ausgebaut wird in Barriques, in 500-Liter-Fässern und in Fudern zu 3'000 Litern. Nur die Mencía 2023 bleibt sechs Monate im Stahltank.

Was Adegas Guímaro besonders macht

2024 kürte James Suckling den Finca Meixemán 2022 zum besten Wein Spaniens. Er kommt aus einem der ältesten Weinberge der Familie, 80 Prozent Mencía von über 70 Jahre alten Reben, rund 20'000 Flaschen. Wenn du Guímaro zum ersten Mal trinkst, fang trotzdem mit der Mencía aus dem Stahltank an, sie zeigt die Traube ohne Holz. Den Meixemán öffnest du danach, eine Stunde vor dem Essen.

Bilder

Adegas Guímaro Adegas Guímaro Adegas Guímaro

Häufige Fragen

Was heisst Guímaro?

Guímaro heisst auf Galicisch Rebell. So nannte man den Grossvater von Pedro Manuel Rodríguez, der das Weingut in Sober heute führt, und der Übername wurde zum Namen der Adega.

Wer macht die Weine von Guímaro, und seit wann?

Pedro Manuel Rodríguez, aus einer Familie mit langer Weinbautradition in Sober, in der Unterzone Amandi der Ribeira Sacra. Die Familie modernisierte ihren Keller 1991 und trat 1996 der D.O. Ribeira Sacra bei, 2001 übernahm Pedro.

Warum ist der Finca Meixemán von Guímaro so bekannt?

James Suckling kürte den Meixemán 2024 zum besten Wein Spaniens. Die Trauben stammen aus dem Familienweinberg Meixemán, einer der ältesten Parzellen, mit über 70 Jahre alten Reben. Im Wein stecken 80 Prozent Mencía und 20 Prozent andere autochthone Sorten wie Sousón, Caiño und Merenzao. 65 Prozent der Trauben gären als ganze Trauben in Holzbottichen. Bei uns kostet er CHF 29.

Welche Rolle spielt Raúl Pérez bei Guímaro?

Pedro arbeitet seit 2002 mit dem Winzer Raúl Pérez zusammen. Als Pedro 2001 übernahm, machte Guímaro vor allem junge Rotweine. Die Zusammenarbeit brachte neue Techniken und Einzellagenweine wie Finca Meixemán, Finca Capeliños und Finca Pombeiras.

Welche Rebsorten verwendet Guímaro?

Rot vor allem Mencía, ergänzt mit alten Sorten der Region: Brancellao, Sousón, Caiño, Merenzao, Mouratón und Garnacha Tintorera. Die Mencía 2023 ist reinsortig, bei den anderen Roten gibt Mencía den Ton an, meist mit 70 bis 85 Prozent. Der Blanco besteht zu 70 Prozent aus Godello, dazu kommen Treixadura, Albariño, Torrontés und Loureira.

Mit welchem Wein von Guímaro fange ich an?

Mit der Mencía 2023 für CHF 18: reiner Mencía von durchschnittlich 40 Jahre alten Reben, sechs Monate im Stahltank, 12,5 Prozent Alkohol. Bei 14 bis 16 °C passt sie zu Tapas, Pasta und leichten Fleischgerichten. Weiss gibt es den Blanco 2023, ebenfalls für CHF 18, frisch nach Zitrus und Wildkräutern, gut zu Meeresfrüchten und Fisch.

Was kosten die Weine von Guímaro?

Mencía und Blanco kosten CHF 18, Mundín und San Pedro CHF 25, der Meixemán CHF 29, A Ponte CHF 32 und die Einzellagen Capeliños und Pombeiras CHF 45 und 48.

Was ist der Unterschied zwischen San Pedro und Mundín?

Der Fluss. San Pedro stammt von Parzellen entlang des Sil, auf Schiefer mit Eisen und Quarz. Mundín kommt von tiefgründigen Granitböden am Miño. Beide haben 80 Prozent Mencía von über 60 Jahre alten Reben und reifen 18 Monate in grossen Fudern zu 3'000 Litern. Der San Pedro wirkt voller, der Mundín seidiger, mit erdigem Abgang. Beide kosten CHF 25.

Was sind Finca Capeliños und Finca Pombeiras?

Zwei Einzellagen von Guímaro, beide in rund 10'000 Flaschen. Capeliños kommt von fast 100 Jahre alten Reben auf Granit und Schiefer, nach Südwesten ausgerichtet. Die Trauben werden mit den Füssen gestampft, der Wein reift 12 bis 14 Monate in Barriques. Pombeiras liegt nach Süden auf Schiefer, gärt mit ganzen Trauben und reift acht bis zehn Monate in 500-Liter-Fässern. Beide passen zu Wild und gegrilltem Fleisch.

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