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Weinregionen
Im Schweizer Weinregal steht Spanien meistens für eine einzige Region. Bei uns für 8 andere: Schieferterrassen über dem Sil, Albariño am Atlantik, alte Bobal-Buschreben bei Valencia, Kalk am Mittelmeer. Dazu Weingüter in Frankreich, Italien und der Schweiz.
GalicienRibeira SacraSteilterrassen über dem Sil: Mencía, Godello und alte rote Sorten.55 Weine
GalicienRías BaixasAlbariño an Pergolen, direkt am Atlantik, mit Salz im Abgang.18 Weine
GalicienRibeiroTreixadura aus dem Avia-Tal, gemischt nach alter Art.11 Weine
LeónBierzoMencía von sehr alten Buschreben, runder und fruchtiger als am Sil.19 Weine
Kastilien und LeónRibera del DueroReiner Tempranillo von der Hochebene am Duero.9 Weine
ValenciaUtiel-RequenaBobal von alten Buschreben und Schaumwein aus Requena.42 Weine
KatalonienPenedèsXarel·lo auf Kalk im Garraf, still und als Schaumwein.17 Weine
MallorcaRosabertoNur Inselsorten: Callet, Manto Negro, Prensal Blanc und Giró Ros.
Kapitel 1 · Galicien
93 unserer 188 spanischen Weine kommen aus Galicien, aus drei Gegenden, die sich im Glas deutlich unterscheiden. In der Ribeira Sacra arbeiten Algueira, Guímaro und Ronsel do Sil an Hängen über Sil und Miño, so steil, dass jede Traube von Hand gelesen wird. Carlos Carballo hat seine Reben mitten in dieser Gegend, füllt aber bewusst ausserhalb der DO ab.
An der Küste, in den Rías Baixas, wächst Albariño an Pergolen: bei Attis im Val do Salnés und bei Toni Alonso von Veigamoura im Condado do Tea. Im Ribeiro, landeinwärts bei Ourense, keltert Inma Pazos bei Coto de Gomariz Treixadura und rote Mischungen aus Sousón, Brancellao und Mencía.
Unser Rat: Fang im Ribeiro an. Die Abadia de Gomariz ist zur Hälfte Sousón, dazu kommen Brancellao, Ferrol und Mencía, so lernst du mehrere alte Sorten in einer Flasche kennen.
Weingüter
Albariño von Pergolen im Condado do Tea, unfiltriert
CHF 29.00
Halb Sousón, dazu Brancellao, Ferrol und Mencía
CHF 24.00
Godello von Granit und Schiefer, sieben Monate Eichenfass
CHF 25.00
Mencía von rund 40 Jahre alten Reben, nur Stahltank
CHF 18.00
Kapitel 2 · León und Kastilien
Das Bierzo liegt gleich hinter der galicischen Grenze, schon in León, in einem Talkessel zwischen hohen Bergen. José Mas keltert bei Mas Asturias nur den Massuria, aus Mencía, gepflanzt von 1912 bis 1970. Sangarida gehört den Brüdern Fariña von Attis, zusammen mit Robustianos Tochter Lía.
Weiter südlich, auf der Hochebene am Duero, keltern Cayetana Santos und Mapi Melado bei Raíz de Guzmán reinen Tempranillo. Es ist die bekannteste Gegend auf dieser Seite.
Wer Rioja mag, fängt am besten hier an: dieselbe Traube, gewachsen auf Lagen um 900 Meter, wo kühle Nächte die Säure halten.
Weingüter
Über 50 Jahre alte Buschreben, kein Holz
CHF 18.00
Vier Parzellen, gepflanzt zwischen 1901 und 1910
CHF 29.00
Zwei Jahre Betontank, über ein Jahr Flaschenreife
CHF 36.00
Tempranillo von 920 Metern, 12 bis 14 Monate Barrique
CHF 29.00
Warum kein Rioja
Rioja ist gut, aber uns interessieren die Sorten, die selten über die Grenze kommen: Sousón, Caiño, Merenzao, Brancellao, Treixadura, Bobal.
Zu den RebsortenKapitel 3 · Valencia
Unser zweiter Schwerpunkt liegt landeinwärts von Valencia, auf einer Hochebene zwischen 700 und 900 Metern. Bobal von alten Buschreben keltern hier Viña de Eufemia und Carres in Casas de Eufemia, Verónica Romero bei Los Duques, Pago de Tharsys in Requena und Vera de Estenas bei Utiel.
Aus Requena kommen auch die meisten unserer Schaumweine, nach traditioneller Methode mit zweiter Gärung in der Flasche. Vicente García von Pago de Tharsys gilt als «Vater des Cava in Requena», von Viña de Eufemia führen wir gleich mehrere.
Albariño wächst hier auch: Pago de Tharsys hat 1985 eine Parzelle auf 700 Metern mit galicischem Pflanzgut neu gesetzt. Gelesen wird dort nachts, 15 bis 20 Minuten später liegen die Trauben im Keller. Der Vendimia Nocturna passt zu Pulpo, Meeresfrüchten und Sushi.
Weingüter
80 Prozent Bobal von alten Reben, 20 Prozent Merlot
CHF 23.00
Reiner Macabeo, zwölf Monate auf der Hefe, ohne Dosage
CHF 19.00
Bobal von über 100 Jahre alten Buschreben, ohne Bewässerung
CHF 25.00
Albariño auf weissem Kalk, 700 Meter, nachts gelesen
Sonderpreis
CHF 19.90
Normaler Preis
CHF 24.00
Kapitel 4 · Katalonien und Mallorca
Can Ràfols dels Caus hat seine Reben im Garraf-Massiv südwestlich von Barcelona, auf flachgründigem Kalk mit Brise vom Meer. Jordi Esteve führt das biologisch arbeitende Gut weiter, das Carlos Esteva in den 1970er Jahren aufgebaut hat. Xarel·lo, die im Penedès meist im Schaumwein landet, füllt er auch still ab, zum Teil aus dem Kastanienfass.
Robert und Conny keltern seit 2018 auf Mallorca, bei Felanitx zwischen Trockensteinmauern, unter dem Namen Rosaberto. Sie arbeiten nur mit Inselsorten: Callet, Manto Negro, Prensal Blanc und Giró Ros.
Xarel·lo gibt es bei uns auch aus Requena. Viña de Eufemia mischt sie im Balsa Blanco mit Tardana und Macabeo, Can Ràfols im Terraprima mit Macabeo und Muscat.
Weingüter
Xarel·lo, Macabeo und Muscat, biologisch, 11,5 Prozent
CHF 21.00
Xarel·lo aus Requena, mit Tardana und Macabeo
CHF 20.00
Halb Xarel·lo, 30 Monate auf der Hefe, ohne Dosage
CHF 33.00
Rosé aus der Inselsorte Callet, ohne Holz
CHF 19.50
Was du bei uns nicht findest
Priorat, Toro, Jumilla und Rioja führen wir nicht, weil uns die 8 Gegenden oben mehr beschäftigen.
Alle spanischen WeineKapitel 5 · Frankreich, Italien, Schweiz
In Bandol, rund um La Cadière-d’Azur, arbeiten die Schwestern Arlon von Trois Filles, Cédric Gravier von La Suffrène und Alain Pascal von Gros’Noré, alle drei mit viel Mourvèdre. Bei Gargas im Luberon stellt der Pfälzer Önologe Frank John die Domaine de la Coquillade auf Biodynamie um. In der Champagne machen Sébastien und Aurore Frézier südlich von Épernay alles selbst, und in Saint-Loubès bei Bordeaux lesen Bernard und Marie-Odile Hébrard von Hand.
Im Piemont keltert Fabrizio Battaglino im Roero Nebbiolo auf Sand. Im Wallis lassen Oscar Hauser und Thomas Carl in Savièse hüfthohes Gras zwischen den Reben stehen, im Engadin machen Gian und Nico Gross in Sent Wermut nach dem Rezept ihres Vaters.
Wer Bandol-Rosé mag, sollte auch den Carrascal von Viña de Eufemia kennen: reiner Bobal von über 60 Jahre alten Reben bei Casas de Eufemia, vier Monate auf der Feinhefe.
Weingüter
60 Prozent Mourvèdre, ausgebaut im Betontank
CHF 20.00
Reiner Meunier, drei bis vier Jahre auf der Hefe
CHF 34.90
Nebbiolo vom Sand, zwölf Monate Barrique
Sonderpreis
CHF 16.00
Normaler Preis
CHF 19.00
Chasselas aus Savièse, 11,1 Prozent, unfiltriert
CHF 19.50
Rioja ist gut, und Tempranillo gibt es bei uns trotzdem, aus der Ribera del Duero von Raíz de Guzmán. Uns beschäftigen aber die Gegenden, deren Sorten ausserhalb Spaniens kaum jemand kennt: Merenzao und Brancellao am Sil, Treixadura im Ribeiro, Bobal und Tardana bei Requena, Callet auf Mallorca. Genau diese Flaschen findest du in der Schweiz sonst selten.
Für frische, eher leichte Rotweine die Ribeira Sacra und das Bierzo, beide mit Mencía. Für kräftigere Rote die Ribera del Duero mit Tempranillo und Utiel-Requena mit Bobal. Weisse kommen aus den Rías Baixas (Albariño), dem Ribeiro (Treixadura) und dem Penedès (Xarel·lo). Schaumwein holst du am besten aus Requena, Rosé aus Bandol oder Utiel-Requena.
Wenn du Rioja magst, mit der Crianza 2022 von Raíz de Guzmán für CHF 29.00, Tempranillo von 920 Metern. Wenn du etwas Neues willst, mit dem Noria Tinto de Eufemia für CHF 23.00, Bobal von alten Reben mit etwas Merlot. Und für Weisswein mit dem Veigamoura 2024 für CHF 29.00, Albariño aus den Rías Baixas.
Geografisch ja. Seine Reben stehen in A Pobra do Brollón, an steilen Hängen entlang des Sil-Cañons. Er füllt aber bewusst ausserhalb der DO-Regeln ab, darum trägt keine seiner Flaschen das Siegel der DO Ribeira Sacra. In der Auswahl Ribeira Sacra stehen deshalb nur Algueira, Guímaro und Ronsel do Sil, Carballos Weine findest du unter Galicien.
Weil uns dort die meisten Sorten begegnen, die es anderswo kaum gibt, und weil die drei Gegenden so verschieden schmecken. 93 unserer spanischen Weine kommen von galicischen Weingütern: Algueira, Guímaro, Ronsel do Sil und Carlos Carballo am Sil, Attis und Veigamoura an der Küste, Coto de Gomariz im Ribeiro.
Ja. Aus Frankreich Trois Filles, La Suffrène und Gros’Noré aus Bandol, die Domaine de la Coquillade im Luberon, Champagne Denis Frézier und Château Aux Graves de la Laurence bei Bordeaux. Aus Italien Fabrizio Battaglino aus dem Roero, aus der Schweiz Cave Kaléidoscope aus dem Wallis und Aldier aus dem Engadin, mit Wermut statt Wein.
Auf der Hochebene am Duero: Bei Raíz de Guzmán stehen die Reben je nach Wein auf 820 bis 970 Metern. In Utiel-Requena liegen die Rebberge zwischen 700 und 900 Metern, die Terrassen der Ribeira Sacra laut unseren Datenblättern zwischen 350 und 650 Metern. Kühle Nächte in dieser Höhe halten die Säure in den Trauben.
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