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Haltung
26 Weingüter, von einem Hektar in Savièse bis zu einer Finca mit rund 50 Hektar Reben im Garraf-Gebirge. Gemeinsam haben sie: Wer den Wein macht, kennt seine Reben. Hier liest du, wie wir auswählen und wovon wir bewusst wenig führen.
Die Menschen
Hinter jeder Flasche bei uns steht jemand, den wir dir mit Namen vorstellen können. Manche arbeiten auf einem Hektar, wie Oscar und Thomas von Kaléidoscope im Wallis, andere auf rund fünfzig, wie Can Ràfols im Garraf. Die Grösse ist uns egal, die Handschrift nicht.
In Bandol keltern Audrey, Léonie und Justine Arlon seit 2013 in einem rosa Haus, was ihre Eltern früher an die Genossenschaft verkauften. Bei Frézier in der Champagne arbeitet die siebte Generation auf denselben Lagen. Im Bierzo haben die Fariña-Brüder von Attis Sangarida gegründet, zusammen mit Robustianos Tochter Lía.
Zu jeder Flasche kannst du bei uns nachlesen, wer sie gemacht hat. Und wo wir noch nicht waren, sagen wir es: Kaléidoscope haben wir bisher über Distanz verkostet, die Einladung in den Keller steht.
Weingüter
Drei Schwestern, 60 Prozent Mourvèdre, Hanglage über dem Mittelmeer.
CHF 20.00
Über 50 Jahre alte Buschreben im Bierzo, ohne Herbizide.
CHF 18.00
Nebbiolo aus der Lage Colla, schon vom Grossvater bewirtschaftet.
CHF 27.00
Reiner Mantonegro aus Felanitx, 318 Flaschen im ganzen Jahrgang.
CHF 23.50
26 Porträts
Lern sie kennen: Jedes Weingut hat bei uns ein eigenes Porträt, mit den Menschen, der Herkunft und allen Weinen.
Alle Winzer:innenNaturwein
Naturwein ist kein geschützter Begriff. Wir verwenden ihn nur, wenn wir wissen, was im Keller passiert ist: spontan vergoren, nichts zugesetzt, nicht filtriert, höchstens beim Abfüllen etwas Schwefel. Das trifft bei uns heute auf 3 Weine zu, alle von Kaléidoscope in Savièse.
Das ist wenig, und es bleibt so, bis uns der nächste im Glas überzeugt. Naturwein ist nicht automatisch guter Wein.
Näher dran, als das Etikett verrät, sind andere. Verónica Romero füllt ungefiltert und ohne zugesetzte Sulfite ab, Carres und Viña de Eufemia vergären mit wilden Hefen und verzichten meist auf Schönung und Filtration.
Weingüter
Fendant mit 11,1 Prozent, nur einmal geschwefelt, beim Abfüllen.
CHF 19.50
Drei Wochen auf der Maische, unfiltriert, unter 25 mg Sulfit.
CHF 23.00
Viel Duft und Würze, nur eine Handvoll Flaschen.
CHF 24.50
Bobal ohne zugesetzten Schwefel, trotzdem ohne Naturwein-Etikett.
CHF 24.00
Orange-Wein
Beim Orange-Wein bleiben die Schalen weisser Trauben während der Gärung im Most. Sie geben Farbe, etwas Gerbstoff und Aromen von getrockneter Aprikose, Tee und Kräutern. So wird er zum Weissen für Gerichte, bei denen ein normaler Weisswein aufgibt.
Wir führen 4 Orange-Weine, und sie zeigen, wie weit die Methode reicht: zwei Wochen auf der Schale beim Paxaradas von Coto de Gomariz, rund dreissig Tage beim Muda von Verónica Romero, zehn Monate in Tonamphoren beim Doliola von Attis.
Anfangen würden wir mit der Sitta Maceración aus Albariño. Wenn sie dir gefällt, nimm als Nächstes den Doliola.
Weingüter
Albariño, 15 Tage mit den Schalen vergoren. Unser Einstieg.
CHF 29.00
Treixadura aus dem Ribeiro, 1'420 Flaschen.
CHF 25.00
Tardana von 40 Jahre alten Buschreben, rund 30 Tage auf der Schale.
CHF 24.00
Zehn Monate auf der Maische in Tonamphoren, 566 Flaschen.
CHF 39.00
Schaumwein
Zwei Keller liefern den Grossteil unserer 22 Schaumweine: Viña de Eufemia bei Requena und Denis Frézier südlich von Épernay. Bei Frézier entsteht alles im eigenen Haus, vom Rebschnitt bis zur Flasche.
Stell sie nebeneinander, dann merkst du, wie gleich die Methode und wie verschieden das Ergebnis ist. Blanc de Blancs heisst bei Eufemia Macabeo und Xarel·lo, bei Frézier Chardonnay von der Côte des Blancs. Beide gären ein zweites Mal in der Flasche und liegen danach Jahre auf der Hefe.
Öffne die beiden am selben Abend. Zwischen ihnen liegen rund zehn Franken, und welcher dir mehr gibt, entscheidest du.
Weingüter
Macabeo und Xarel·lo, mindestens 25 Monate auf der Hefe.
CHF 25.00
Reiner Chardonnay von der Côte des Blancs, über drei Jahre Hefe.
CHF 34.90
Brut Nature, nur aus dem frei ablaufenden Most.
Sonderpreis
CHF 24.90
Normaler Preis
CHF 29.00
Grand Cru aus Cramant, über sieben Jahre Hefe, ohne Zucker.
CHF 49.00
Permakultur
Permakultur heisst im Weinberg: Zwischen den Rebzeilen wächst, was dort hingehört, Kräuter, Sträucher, Gras. Das schützt den Boden, hält ihn lebendig und holt Insekten und Vögel zurück, die Schädlinge kurz halten. In heissen, trockenen Sommern ist das Schutz, kein Schmuck.
Am konsequentesten arbeitet so Viña de Eufemia. Rund um Casas de Eufemia soll der Weinberg ein Ökosystem sein, keine Monokultur, und zwischen den Bobal-Reben stehen Kräuter und Sträucher. Im selben Dorf arbeitet Carres ohne Chemie und nach dem Mondkalender, auf Parzellen mit 60 bis über 100 Jahre alten Reben.
In Savièse lassen Oscar Hauser und Thomas Carl hüfthohes Gras zwischen den Reben stehen, darin sitzen Smaragdeidechsen und Gottesanbeterinnen. Biodynamisch arbeiten ausserdem Coto de Gomariz, Ronsel do Sil, wo Schafe den Weinberg pflegen, und die Domaine de la Coquillade, die seit 2024 umstellt.
Weingüter
Vier Teile alte Bobal, ein Teil Merlot, sechs Monate im Holz.
CHF 23.00
Rosé aus alter Bobal, nur 1'600 Flaschen.
CHF 25.00
Xarel·lo, Tardana und Macabeo aus der Parzelle Balsa.
CHF 20.00
Bobal von über 100 Jahre alten Buschreben, ohne Bewässerung.
CHF 25.00
Etikett
Lange mussten in der EU alkoholische Getränke über 1,2 Volumenprozent weder Zutaten noch Nährwerte angeben. Für Wein hat sich das mit der Verordnung 2021/2117 geändert: Seit dem 8. Dezember 2023 braucht er eine Zutatenliste und eine Nährwertdeklaration. Für Bier und Spirituosen gilt die Ausnahme weiter.
Aufs Etikett muss nur der Energiewert, der Rest darf hinter einem QR-Code liegen. Allergene wie Sulfite stehen immer direkt auf der Flasche. Wein, der vor dem Stichtag hergestellt wurde, darf ohne die neuen Angaben abverkauft werden.
Findest du den Code auf einer Flasche aus der EU, scann ihn. Ob da drei Zutaten stehen oder fünfzehn, erklärt einiges.
PorträtsUnsere Winzer:innenAlle Winzer:innen mit Foto, Region und ihren Weinen.
SchaumweinSchaumweinCava aus Requena und Champagner vom Winzer.22 Weine
RegionUtiel-RequenaDie Hochebene hinter Valencia, Heimat von Eufemia und Carres.42 Weine
Naturwein ist kein geschützter Begriff. Wir meinen damit Wein, der spontan vergoren wird, ohne Zusätze und ohne Filtration auskommt und höchstens beim Abfüllen etwas Schwefel bekommt. Das erfüllen bei uns heute 3 Weine: Fendant, Pinot Noir und Merlot von Kaléidoscope aus Savièse im Wallis. Weitere nehmen wir erst auf, wenn sie uns im Glas überzeugen.
Ein Weisswein, bei dem die Schalen während der Gärung im Most bleiben, wie bei einem Rotwein. Dadurch wird er goldgelb bis bernsteinfarben, bekommt etwas Gerbstoff und riecht nach getrockneter Aprikose, Tee und Kräutern. Bei uns sind es 4: die Sitta Maceración und den Doliola von Attis, den Paxaradas von Coto de Gomariz und den Muda von Verónica Romero.
Weil beide nach derselben Methode entstehen, mit einer zweiten Gärung in der Flasche und langer Zeit auf der Hefe, und trotzdem ganz anders schmecken. Die meisten unserer Schaumweine kommen von Viña de Eufemia bei Requena und von Denis Frézier aus der Champagne. Eufemia arbeitet mit Macabeo, Xarel·lo und Pinot Noir, Frézier mit Chardonnay, Pinot Noir und Meunier von Kreideböden.
Dass zwischen den Reben mehr wachsen darf als Reben: Kräuter, Sträucher, Gras und Blumen. Das schützt den Boden, zieht Nützlinge an und macht den Weinberg widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit. Am konsequentesten arbeitet so Viña de Eufemia in Utiel-Requena. Ähnlich denken Kaléidoscope im Wallis, wo hüfthohes Gras zwischen den Reben steht, und Carres, das ohne Chemie nach dem Mondkalender arbeitet.
Nein, und wir behaupten es auch nicht. Einige Betriebe sind zertifiziert, etwa Denis Frézier, dessen Weinberge seit 2023 vollständig bio-zertifiziert sind, oder die Domaine de la Coquillade. Andere arbeiten ohne Herbizide und chemische Spritzmittel, ohne dass ein Siegel auf der Flasche steht, etwa Sangarida im Bierzo. Wichtiger als ein Logo ist uns, wie jemand mit seinem Boden umgeht.
Wir probieren, bevor wir kaufen, und wir wollen wissen, wer den Wein macht. Er soll nach seinem Ort schmecken, und die Menschen dahinter sollen ihre Reben selbst kennen. Wo wir noch nicht vor Ort waren, sagen wir es, wie bei Kaléidoscope, das wir bisher über Distanz verkostet haben. Alle 26 Porträts findest du auf unserer Seite mit den Winzer:innen.
Seit dem 8. Dezember 2023 verlangt die EU für Wein eine Zutatenliste und eine Nährwertdeklaration, festgelegt in der Verordnung 2021/2117. Auf dem Etikett muss der Energiewert stehen, der Rest darf über einen QR-Code abrufbar sein, Allergene wie Sulfite bleiben auf der Flasche. Vorher galt für alle alkoholischen Getränke über 1,2 Volumenprozent eine Ausnahme. Für Bier und Spirituosen gilt sie weiter.
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